Mais (Zea mays) ist eine zur Familie der Gräser (Gramineae)
gehörende Getreideart, wobei unter dem Begriff „Getreide" die
Körnerfrüchte der Kulturgräser (Ähren bei Weizen,
Roggen und Gerste; Rispen bei Hafer und Reis; Fruchtkolben bei Mais)
zusammengefasst werden.
Beim Mais handelt es sich um eine einhäusige Grasart, deren
weibliche Blütenstände (Maiskolben), von langen Hüllblättern
(Lieschen) scheidenartig umschlossen in den Achseln der mittleren
Stängelblätter sitzen, während die männlichen
Blütenstände große, endständige Rispen bilden.
Ein Maiskolben enthält im Durchschnitt 500...1000 Körner.
Bei den verschiedenen Getreidearten weichen Aufbau
und chemische Zusammensetzung des Korns nur wenig voneinander ab.
Das Getreidekorn ist eine einsamige Schließfrucht, deren
Schale durch Verwachsen von Fruchtschale mit der Samenschale gebildet
wird. Es besteht aus drei Bestandteilen:
- Der rissigen Schale, die zu einer stark vergrößerten
Oberfläche des Korns, bezogen auf seine Masse, führt
Hierdurch ist das Getreidekorn in der Lage, mit der Umwelt in einen
regen Stoffaustausch zu treten.
- Dem Mehlkörper, der den Hauptbestandteil
des Korns bildet.
- Dem Keimling.
Nach der Ernte macht Mais gewöhnlich noch eine
Nachreife durch, die darin besteht, dass die hochmolekularen Stoffe
sich unter Wasseraustritt weiter zusammenlagern (Synärese).
Da die Getreideoberfläche
bei höherem Wassergehalt dabei feucht wird, spricht man
auch vom „Schwitzen" des Getreides. In diesem Zustand ist es
für
Schimmelbefall sehr gefährdet, so dass man es noch nicht
verschiffen darf. Ist jedoch der Wassergehalt des Getreides
niedriger (ca. 13...14%), wird die Schwitzfeuchtigkeit bei
sachgemäßer Lagerung
von der Luft aufgenommen, ohne dass Schimmelgefahr besteht.
Dieser Schwitzprozess erstreckt sich über einen Zeitraum
von etwa 1...2 Monaten. |